leben im hier und jetzt

Gott ist Liebe, die durch Frauke zu mir spricht

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Diesen Kommentar hat Frauke mir geschrieben, ich finde ihn so schön, hilfreich und ich denke, es macht ihr nichts aus, wenn ich den hier aufnehme:

Liebe Martina,

ich weiß nicht, was du gerade erlebt hast und worauf es sich genau bezieht, was du schreibst, aber es erinnert mich an eine Phase, in der ich lange Zeit “Liebe” erfahren habe. Egal, was geschah, ich konnte auch nicht zurückschlagen, das war unmöglich. Ich konnte nur mit Liebe antworten, denn ich war Liebe. Und so hielt ich still, egal was geschah. Und weil ich das so gut kenne, und es eine so lange Zeit anhielt, hab ich gedacht, ich schreib dir was dazu, aber ich bin grad auch sehr zögernd damit, kann ja auch für dich ganz anders sein.

Mir ging es damals so, dass ich mein Ich eine Zeitlang gar nicht mehr spürte. Und es ging so weit, dass Schmerz, in welcher Form auch immer, eine zeitlang kaum noch spürbar war. Meistens konnte ich sehr schnell wieder lachen. Es kam mir so vor, als hätte sich das Ich aufgelöst. Einfach weg, alles wie ferngesteuert, Handlung geschah.

Ich konnte lange nicht sehen, dass es nichts weiter ist, als die subtilste Ich-Identifikation, in die sich das Ich/ das Denken scheinbar hineinbegeben kann. Man definiert sich über das Denken immer irgendwie als Mensch, da gibt es keinen Ausstieg draus. Erst das zu erkennen, brachte Leichtigkeit in alles hinein.

Ich könnte mir vorstellen, dass das der Grund ist, dass andere dich immer wieder angehen. Die sehen da eine Identifikation, die du nicht mehr siehst, und das erzeugt den Konflikt. Im Grunde nichts weiter als ein Hinweisen, dass du diese Identifikation für dich hinterfragst. Das Ich ist nicht weg, es hat sich aber damit identifiziert, dass es nicht mehr da ist, und über das “egal” bzw. “ich bin Liebe” hält es vieles von sich fern.

Ein Weg aus diesem Zustand heraus, war für mich u.a, allen Schmerz zuzulassen. Es ging auch irgendwann nicht mehr anders, denn es tat alles mehr und mehr weh, und ich konnte Schmerz nicht dauerhaft über die Definition “ich bin LIebe” fernhalten. Und so ließ ich zu, dass Schmerz nicht nur still gespürt wurde, sondern zum Ausdruck kam, indem ich Menschen sagte oder schrieb, wenn etwas weh tat. Darüber zu reden tat gut, von Herz zu Herz, sich dadurch näher zu kommen, nahe zu sein, und manchmal sieht man dann ja auch, dass manches gar nicht so gemeint ist.

Für mich war das damals ein ganz schwieriger Schritt, und sehr schmerzhaft, auch sehr desillusionierend, einfach noch weiter loszulassen, auch “Liebe” als Begriff für “das was ist” gehen zu lassen, noch mehr in die Haltslosigkeit hinein, und letztlich auch ein Schritt aus der Unberührbarkeit heraus ins Menschsein hinein, in die vollkommene Verletzbarkeit.

Bitte verzeih Martina, dass ich dir das schreibe, ich möchte dir auf keinen Fall weh tun, nur ein Hinweis. Vielleicht ist es hilfreich, aber vielleicht auch für dich ganz anders, dann lass gut sein. Mein Beitrag bedarf keiner Antwort, und falls du damit nichts anfangen kannst (ja, bin unsicher damit, wie das bei dir ankommt, aber kommt von Herzen), dann lösch ihn einfach aus deinem Blog heraus.

Ich wünsch dir Sonne im Herzen, hab einen schönen Tag heute,
und alles Liebe dir
von Frauke

Danke Frauke für diese Worte!

Dieser Beitrag wurde am Montag, 30. Juni 2008 um 11:23 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Uncategorized abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Martina, möcht dich gern in den Arm nehmen und ganz feste drücken. Herz an Herz.

    Kommentar: Frauke – 30. Juni 2008 @ 12:28 nachmittags

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